Nicht eine, sondern DIE Sushibar Münchens

Es hat lange gedauert, bis wir dieses Restaurant für eine Besuch in
Erwägung gezogen haben. Nicht weil wir den Namen noch nie gehört oder das
Logo noch nie gesehen haben. Aber "Sushibar" (http://sushibar-muc.com/)
mit westlichem Schriftzug lädt den Japanophilen ja nicht unbedingt ein.
Die Erwartungshaltung ist da eher: irgendsoein Running Sushi oder aber
eine Schickimicki-Bude - denn der Standort Maximilianstraße steht ja
durchaus für überteuert und für die "High Society" Münchens gemacht. Wenn
dann auch noch "Die besten Sushi der Stadt" auf der Website steht, dann
ist Skepsis durchaus angebracht. Es brauchte also schon die Begegnung mit
einem Japan-Experten, der die Sushibar in höchsten Tönen lobte, dass wir
uns am vergangenen Samstag zum Mittagessen in diesem Restaurant einfanden.

Der erste Blick überzeugt noch nicht. Zwar ist die Sushibar sehr
zurückhaltend und stilvoll eingerichtet. Japan-Flair sucht man aber - bis
auf die Sushitheke - vergebens. Ein erster Blick auf die Karte spricht
dann aber eine andere Sprache: eine unglaubliche Auswahl an Sushi; und
zwar nicht irgendein exotisches Fusion-Zeug, sondern originale und
spannende, klassische Sushi-Ansätze. Daneben noch einige wenige, dafür
umso ansprechendere kleine Vorspeisen und Suppen.

Bereits der Einstieg mit einer klaren Fischsuppe begeistert: jede
Geschmacksnuance stimmt. Der gegrillte Aal mit Gurke ist ein Gedicht. Und
als dann die Sashimi-Platte aufgetischt wird und wir spontan an den
Tsukiji-Fischmarkt in Tokio denken müssen ist klar: die Sushibar IST etwas
Besonderes. Unglaublich frischer Fisch, perfekt im Biss - und extra für
Rechtshänder auf dem Teller drapiert, wie uns der extrem nette und
fachkundige Kellner erklärt. Da wir uns hinsichtlich der Sushi-Platte
nicht für eine der auf der Karte angebotenen entscheiden können, bietet er
uns an, den Sushimeister eine Auswahl - unsere Wünsche werden wie
selbstverständlich berücksichtigt - zusammenstellen zu lassen. Die
Nigiri-Sushi-Variationen, die wir dann bekommen, sind einfach nur
großartig. Das raffinierte Shiso-Blatt unterm Fisch tut sein übriges, um
zu begeistern. Auch hier lernen wir noch ein oder zwei kleine Tricks, wie
wir die Nigiri perfekt mit Wasabi schärfen und mit Sojasauce bestreichen.
Eigentlich wollen wir nach knapp zwei Stunden einfach immer weiter machen.
Aber wir reißen uns zusammen und versprechen, ganz bald wiederzukommen.
Hierher in die Sushibar. Wo es tatsächlich "Die besten Sushi der Stadt"
gibt.

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Nomiya - Bayerisch-japanisches Leckereienfest

Ein wenig irritiert sind wir schon, als wir das Nomiya
(http://www.nomiya.de/) betreten. Schon mehrfach wurde uns das
bayerisch-japanische Restaurant empfohlen - doch wir hatten es uns doch
ganz anders vorgestellt: eher schickimicki, eher münchnerisch. Deshalb hat
es wohl auch so lange gedauert, bis wir das Nomiya endlich ausprobiert
haben. Und dann das: eine Winkekatze als Schafkopf-Wanderpokal, ein
Japanwimpel um eine bayerische Skulptur, ein Touch von Münchner Subkultur
in Haidhausen. Underground-Wirtshauskultur statt Bayernbarock mit
Feng-Shui-Ambitionen.

Die Karte bietet eine ganze Menge: viele Arten Sushi, Yakitori-Spießchen
in allen möglichen Varianten, viele kleine Gerichte mit deftigem Anstrich.
Spannend vor allem das, was sich an Bavaria-Nippon-Crossover versucht:
etwa die Spanferkelscheibchen mit japanischer Mayonnaise oder die extra
salzigen Edamame. So stellt man sich einen traditionellen japanischen
Biergarten vor - wenn es so etwas denn gäbe. Die Stimmung im Nomiya ist
ausgelassen, das bayerisch-japanische Personal sehr freundlich. Und wenn
man an der Theke sitzt, schiebt einem der Koch die nachgelieferten
Gerichte (ja, nachbestellt haben wir viel!) spitzbübisch direkt über den
Tresen. Ob grüner Tee, bayerisches Bier, japanischer Shochu. Auch die
Getränkekarte passt wunderbar zur Essensauswahl im Nomiya. Alles erdig,
down-to-earth, deftig und einfach lecker. Es hat lange gedauert, bis wir
dem Nomiya einen ersten Besuch abgestattet haben. Aber es wird nicht sehr
lange dauern, bis wir wiederkommen.

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Tokami, München - Tradition und Perfektion

Das Tokami (http://www.tokami.de/) in der Theresienstr. 54 direkt
gegenüber des Museum Brandthorst, stand schon lange auf unserer Liste der
noch zu besuchenden japanischen Restaurants in München. Mit inzwischen 23
Jahren Bestandszeit gehört das Restaurant zu den Traditionsjapanern in
München - und wir hatten bislang auch nur Gutes gehört. Am vergangenen
Freitag ging es also los. Und schon der erste Eindruck war ein
wunderbarer: viel Holz, japanisches Flair, eine klassische Sushi-Theke,
und eine japanische Kellnerin mit einer abgefahrenen blonden
Raspelkurzhaarfrisur. Der perfekte Einstieg.

Bei unserem ersten Besuch haben wir uns dann erstmal einen Überblick
verschaffen wollen. Also die beiden Menüs. Und von der Miso- bzw. der
klaren Gemüsebrühe an war klar: ins Tokami hätten wir schon früher gehen
sollen. Perfekt abgestimmter Geschmack bis hinein in die kleinsten
Nuancen, wie wir es in München bislang kaum erlebt haben (vielleicht bei
unserem Lieblingsjapaner Mitani, dessen Besprechung auch noch folgen
wird). Nach der Einstiegssuppe dann ein wunderbarer Vorspeisenteller mit
vier kleinen Tellerchen: Unagi, sauer angemachter Spinat mit
Bonito-Flocken, zwei kleine Fischchen und Tatar von Jakobsmuscheln - ein
Traum! Zarte Wachtelbrust und Teriyaki-Hühnerspießchen folgten, dann ein
Sashimi, dem wirklich nur das Mitani das Wasser reichen kann (an guten
Tagen vielleicht noch das Wasabi - s. hier:
http://japaningermany.posterous.com/wasabi-mehr-als-japanischer-meerrettich
), wunderbar ausbalancierte Tempura-Gemüse-Variationen, sehr gutes Sushi
mit perfektem Fisch und ein tolles Fleischgericht, richtig schön deftig.
Und die fruchtige Nachspeise erinnerte uns direkt an unseren
Kyoto-Aufenthalt im Frühjahr 2010 - allein: perfektes Obst wie in Japan
ist in München um diese Jahreszeit wohl nicht zu bekommen.

Das Tokami hat sich auf jeden Fall direkt in unsere Top-3 der Münchner
Japaner katapultiert. Hier werden wir noch öfter aufschlagen - und beim
nächsten Mal wird dann das Durchtesten des reichhaltigen Sushi-Angebots
auf dem Programm stehen

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Benkay Düsseldorf - Kyoto Feelings

Einer der vermutlich besten Japaner Düsseldorfs - das Benkay - im Umkreis der japanisch geprägten Immermannstraße hat sich gut versteckt. Im Erdgeschoss des Nikko Hotels Nahe des Düsseldorfer Bahnhofs bietet es zwei Bereiche: eine Sushi-Bar und einen Teppanyaki-Raum. Hier gibt es unterschiedliche Karten, verschiedene Gerichte und Köche. Die Beschreibungen in diesem Text beziehen sich auf den Restaurantbereich mit der Sushi-Bar. Diese wird von Sushimeister Mochizuki beherrscht. Der erfahren aussehende Koch schneidet und drapiert hinter der Bar, dass es eine reine Freude ist. Ein Platz an der Bar ist also durchaus lohnenswert, selbst wenn einem die japanischen Bedienungen in Kimono versichern, dass es "leider nur noch einen Platz an der Bar" gibt.

Meine Auswahl (ich war alleine unterwegs, da Kathrin sich aufgrund einer Geschäftsreise außer Landes befand) war das teurere der beiden Kaiseki-Menüs mit sieben Gängen. Nachdem wir 2010 in Kyoto bereits mehrfach unglaublich leckere Kaiseki-Erfahrungen gemacht hatten, war ich sehr gespannt, wie das Benkay Kaiseki umsetzen würde.

Nun, um es kurz zu machen: Wahnsinn. Von dem kleinen Appetizer aus Avocado, Thunfisch und Wasabi über sehr leckere Miso-Suppe, unglaubliches Sashimi, vom Meister ausgewähltes Sushi (mit Schwerpunkt Nigiri), tollen Rettich mit Misopaste, gebratenen Lachs bis hin zu leckerem Tempura - das Benkay konnte in Sachen Essen über alle Gänge hinweg überzeugen. Ich fühlte mich sofort zurückversetzt nach Kyoto, wo wir in einem minimalistisch-kalten Ryokan am futuristisch, balderunner-haften Hauptbahnhof, allabendlich neue Kaiseki-Variationen probiert haben, während draußen der strömende Regen das dystopistische Gefühl noch verstärkte. Im Benkay kann man wirklich der Realität vor der Tür entfliehen und ganz im Essen aufgehen.

Wenn es überhaupt etwas an diesem Kleinod auszusetzen gibt, dann ist es der nicht immer perfekte Service. Teller standen zu lange unabgeräumt auf dem Tisch und die Rechnung dauerte auch ein wenig zu lange. Aber das kann man dem Benkay verzeihen, denn es ist eines der wenigen bisher getesteten Restaurants, das alleine durchs Essen dazu in der Lage ist, einen in eine alternative Realität zu entführen.

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Obori - das leckere Backparadies in München-Haishausen

Wer schon einmal japanische Backwaren genossen hat, der weiß, dass die Japaner wie so oft ihre europäischen Vorbilder perfektioniert und optimiert haben. Törtchen und Kuchen, Brot und Baguette schmecken in Japan oft deutlich besser und feiner als alles, was man in Deutschland oder Frankreich bekommt. Und so ist es eine tolle Sache, dass die beiden Japanerinnen Hinako und Michitoshi Obori mitten im Münchner Stadtteil Haidhausen die Bäckerei Obori in der Lothringer Straße 15 betreiben. 

Man betritt die Bäckerei und fühlt sich gleich wie in einer Tokioter Version einer französischen Bäckerei. Leckerer Brot- und Baguette-Duft strömt uns entgegen. An drei kleinen Tischchen kann man es sich gemütlich machen – und das machen wir dann auch. Erst einmal bestellen wir einen Latte Macchiato, der deutlich leckerer schmeckt als vieles, was man sonst so in München bekommt. Eine Quiche und eine winziger Apfelkuchen sind als nächstes dran – und dann bringt eine der Bäckerinnen kleine Schoko-, Erdbeer- und Mangotörtchen aus der Backstube und stellt diese in die Auslage – die müssen wir auch gleich probieren. Bei all diesen leckeren Backwaren stimmt einfach alles. Sie schmecken wunderbar zart, jedes Detail stimmt. So können schnell zwei Stunden im Obori vergehen. 

Zum Abschluss nehmen wir noch Brot und ein paar japanische Teigleckerein mit und freuen uns schon auf zuhause. Da wird der leckere japanische Backwarentag in eine weitere Runde gehen. Das Obori können wir auf jeden Fall jedem nur empfehlen – selbst solchen Lesern, die mit japanischem Essen nichts anfangen können. Denn hier gibt es einfach die tollere Version deutscher und europäischer Backkunst; und das zu moderaten Preisen. 

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Ein japanischer Kochkurs bei Y.Suzuki in München

Einen japanischen Kochkurs wollten wir schon immer mal machen. Aber das klassische Münchner Sushi-Kochkurs-Angebot hat uns nie besonders gereizt. Da kam es für ein Geburtstagsgeschenk gerade recht, dass uns eine japanische Freundin erzählte, dass der Feinkostladen Y.Suzuki (http://www.feinkost-ysuzuki.com/) - dem wir uns sicherlich noch einmal in einem gesonderten Beitrag widmen werden – auch Kochkurse anbietet. Gehört, gemacht: und schon saßen wir vergangenen Freitag in 6-köpfiger Runde in einer kleinen Hinterzimmer-Küche und ließen uns in spezielle Kniffe der japanischen Hausmannskost einführen. 

Unsere Kochlehrerin - eine Japanerin namens Mireille ("wie Matthieu") - war sehr engagiert bei der Sache und hatte im Prinzip schon so gut wie alles perfekt vorbereitet. Ein bisschen durften wir dann aber noch helfen, bevor es mit dem Schlemmen der zubereiteten Köstlichkeiten losging. Klar, ein bisschen Sushi haben wir am Ende auch gemacht, aber vor allem ein unglaublich toller japanischer Eintopf mit Hühnchen, Lotuswurzeln, Shitake-Pilzen, Karotten und Rettich in einer unglaublich würzig schmackhaften Brühe aus Fischsuppe, Sake, Sojasauce, Zucker und Mirin, stand im Zentrum des Kochens. Vor allem die speziellen Koch- und Würztipps (den Kochtopf für den Eintopf nicht mit einem Deckel schließen, sondern lediglich einen kleinen Unterteller direkt auf die köchelnden Zutaten legen), die Zubereitung von Sushi-Reis und das anschließende Abkühlen mittels japanischen Fächern hat uns noch einmal die Augen für die Details im Hintergrund geöffnet: denn nicht alles, was wir beim Y.Suzuki–Kochkurs gelernt haben, steht auch so detailliert in den einschlägigen Kochbüchern von Frau Harumi und Co.  

Wer einigen urigen Abend im Kreis von Freunden oder Familie verbringen will (mehr als 6 sollten es aufgrund der kleinen Küche vielleicht nicht sein) - mit Sapporo-Bier direkt aus der Flasche und einer gut gelaunten Kochlehrerin - und Interesse an der japanischen Küche hat, dem können wir einen Kochkurs bei Y.Suzuki sehr empfehlen. Für diejenigen, die sich schon ein wenig mit japanischer Küche auskennen allerdings ein Tipp im Vorfeld: sprecht das zu kochende Menü mit Frau Suzuki ab – denn sonst wird es so, "wie es die Deutschen mögen". ^_°  

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Takumi, München - Nudelparadies für Japanliebhaber

Das Takumi (http://www.takumi-noodle.com/) in der Heßstr. 71 in München hat irgendwann Anfang 2011 seine Pforten geöffnet. Und natürlich haben wir das Restaurant in Augenschein genommen - noch mit frischen Eindrücken von unserer Japanreise im Januar 2011 vor Augen - also extrem japanisiert. Dieser Artikel kommt etwas verspätet, aber die Eindrücke sind noch immer frisch. 

Tatsächlich schafft es das Takumi bereits beim Betreten des Restaurants eine Atmosphäre zu vermitteln, die man sonst nur aus Japan kennt. Direkt hinter dem Eingang findet man einen Wartebereich, der einem direkt das Gefühl vermittelt, mitten in Tokio zu sein. Reservierung ist bei Takumi nicht möglich - man muss eben im Zweifel warten, bis die Gäste vor einem ihre Nudelsuppen / Ramen geschlürft haben. Auf die nämlich hat sich der neue Stern am Münchner Japanhimmel spezialisiert. 

Die Karte ist übersichtlich, die Auswahl trotzdem ausreichend und die Preise sind völlig in Ordnung. Denn außer ein paar kleinen Vorspeise-Häppchen konzentriert sich das Takumi tatsächlich vollkommen auf die japanische Ramen-Welt. In scharf, mit Fleisch, vegetarisch, mit Geflügel, verschiedene Nudelarten und Würzansätze. Alles, was wir probierten (drei unterschiedliche Suppen) war extrem lecker und sättigend. Auch unserem japanischen Freund, der uns begleitet hat, hat es sehr gut geschmeckt, was ja immer ein wichtiger Indikator für ein gutes und authentisches japanisches Restaurant ist. Ein warmer Bauch im Anschluss ist das wohlige Ergebnis. 

Also definitiv ein guter Grund, sich auf die kalte Jahreszeit in München zu freuen - wir werden dann jedenfalls sicher wieder häufiger dort anzutreffen sein. Und auch das Ambiente des Takumi - Einrichtung, zugerufener Willkommensgruß und die lauthals weitergegebenen Bestellungen der Bedienung quer durch den Raum in die offene Suppenküche - ist Japan pur. Eine Empfehlung für alle, die neben Sushi noch anderes suchen.

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Kushitei, Japanese Grillhouse: Lunch zum unschlagbaren Preis

Erst kürzlich in München entdeckt haben wir einen Japaner, der sich auf Gegrilltes spezialisiert. Das Kushitei (http://www.kushitei.de/) in der Arcisstraße war unser ausgemachtes Ziel für ein schnelles Mittagessen unter der Woche. Von außen kommt das Restaurant eher unauffällig daher und ist momentan noch dazu größtenteils von einem Baugerüst verdeckt.

Direkt hinter Eingangstür und Theke befindet sich rechter Hand der große Holzkohlegrill, auf dem die Speisen für jedermann sichtbar zubereitet werden. Der Chef des Hauses hebt nur kurz den Kopf für eine freundliche Begrüßung und wendet sich umgehend wieder den duftenden Spießen zu. Von der Bedienung werden wir herzlich empfangen und an einen Fensterplatz im hinteren Teil des Restaurants geführt. Zusammen mit den obligatorischen feucht-warmen Tüchern zur Reinigung der Hände, erhalten wir die ziemlich umfangreiche Speisekarte vorgelegt. Was uns sofort auffällt, sind die wirklich günstigen Preise für sämtliche Mittagsgerichte - das teuerste liegt bei knapp 9 Euro. Misosuppe, Salat und Grüner Tee (soviel man trinken kann!) sind bei allen Gerichten inklusive.

Wir wählen zweimal Saba-Shio, gegrillte Makrele, für 7,50 Euro. Am liebsten würden wir die gesamte Karte einmal rauf und runter bestellen. Dampfend steigt uns der angenehme Duft der ersten Tasse gerösteten Grüntees in die Nase. Sehr lustig ist die Reihenfolge, in der die Speisen dann nach und nach aufgetragen werden. Zuerst die Misosuppe, danach der Salat, ganz zum Schluss der gegrillte Fisch mit einer Schale Reis. "So mögen das die Deutschen", teilt uns die Bedienung entschuldigend mit. Alles  schmeckt wunderbar - und müssten wir nicht wieder zurück an den Arbeitsplatz, würden wir hier durchaus noch länger sitzen und das ein oder andere weitere Grillgut probieren.

Leider war unser erster Besuch sehr kurz, wir werden das Kushitei jedoch in jedem Fall noch öfter aufsuchen. Nicht nur zum Lunch! Denn besonders am Abend könnte es bei diesem Japaner mit dem Holzkohlegrill sehr gemütlich werden!

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Wasabi - mehr als japanischer Meerrettich

Grüner Meerrettich, feuerscharf: das ist japanisches Wasabi (わさび). Wir lieben Wasabi. Und zwar auch anders. Nämlich so puristisch, hell und freundlich, wie das gleichnamige Restaurant in der Münchner Volkartstraße (auch deren Website kommt extrem puristisch daher - nicht abschrecken lassen!): http://www.muenchen-sushi-wasabi.com/map.html.

Bereits zum zweiten Mal waren wir dort; diesmal, um uns für 71 unerträglich lange und enttäuschende Minuten "Tetsuo: The Bullet Man" des japanischen Regisseurs Shinya Tsukamoto zu entschädigen, die wir uns im Rahmen des Fantasy Filmfests (http://www.fantasyfilmfest.com) angetan hatten.

Heute ist der Sushi-Meister zunächst alleine und gibt den äußerst liebenswerten Kellner, führt uns an unseren Tisch, bringt uns wunderbar duftend warme Baumwolltücher zur Reinigung der Hände und dampfenden grünen Tee. Bekannt für das angeblich "best Sushi in town" bietet das angenehm kleine Restaurant weit mehr als Maki, Nigiri und Sashimi. Als Vorspeise wählen wir Miso-Suppe und Fischsuppe, beides herrlich schmackhaft und perfekt temperiert, um uns Frostbeuteln erst einmal richtig schön einzuheizen. Dazu gibt es Lachstartar mit japanischer Mayonnaise, gebratene Jakobsmuscheln auf warmen Gemüsestreifen und frittierte Taschenkrebse. Alles in überschaubaren Portionen appettitlich angerichtet und jedes Gericht für sich eine pure Gaumenfreude. Die Taschenkrebse werden mitsamt ihrer Schale frittiert und dann auch genauso gegessen. Was sich anhört, als könne man sich daran die Zähne ausbeißen entpuppt sich als leicht knusprige Köstlichkeit.

Inzwischen ist auch das weibliche Servicepersonal eingetroffen und bedient leise, freundlich und zuvorkommend die Gäste des Hauses. Als Hauptspeise und gleichzeitigen Abschluss gönnen wir uns nun natürlich noch eine Platte mit gemischten Sushi nach Art des Sushi-Meisters. Alleine der Anblick der liebevoll arrangierten Rollen, Bällchen und Dekoration ist ein Genuss. Noch fantastischer ist das Gefühl von zart schmelzendem Lachs auf der Zunge und der herrlich frische Geschmack aller Köstlichkeiten auf diesem Teller.

Wir sind mehr als gesättigt und glücklich. Das Wasabi, nahe dem Rotkreuzplatz, ist neben dem Haguruma und dem Mitani definitiv eines der japanischen Top-Restaurants in München. Besuch dringend empfohlen!

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Knusprig, traditionell und gut: Tenmaya

München entwickelt sich zur Top-Adresse für Anhänger japanischer Kochkultur. Und wir finden inzwischen mindestens im Monatsrhythmus eine neue tolle Location, die in unsere Liste der regelmäßig zu besuchenden Restaurants aufgenommen wird.

So auch das Tenmaya (http://www.tenmaya.de/) in der Theresienstraße. Bei unserem ersten Besuch haben wir uns vor allem an Fritiertes / Tempura gehalten und wurden nicht enttäuscht. Dazu ein wunderbarer grüner Tee und dann auch noch eine Auswahl an japanischen Bieren, die die bisher breiteste ist, die wir in München entdeckt haben. Auch Subbrands der bekannten Biersorten Kirin, Asahi oder Sapporo. Und das Servicepersonal in wunderbaren Kimonos. Was will man mehr.

Die schönste Überraschung war für uns, dass es im Tenmaya auch Okonomiyaki (http://en.wikipedia.org/wiki/Okonomiyaki) gibt, einen Art japanischen Pfannkuchen mit Füllung, den wir zum ersten Mal im April 2010 in Hiroshima kennengelernt haben. In München aus unserer bisherigen Anschauung heraus absolut einmalig. Und sehr lecker, wenn auch mehr als füllend. Man sollte also vorher nicht so viel gegessen haben. Das Tenmaya können wir also guten Gewissens empfehlen. Und das nächste Mal halten wir uns dann auch hier mal an Sushi, um auch zu der Qualität etwas sagen zu können.

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